Mr. Dumitrescu

  • IC:


    Sie kennen mich nicht und wenn Sie dieses Dokument gefunden haben, bin ich mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit nicht mehr ganz so lebendig, wie ich es einige Jahrzehnte gewohnt war. Sie halten so zu sagen möglicherweise ein Vermächtnis in den Händen. Das Vermächtnis eines Mannes, der für Freiheit und Demokratie gekämpft hat, der sein ganzes Leben damit verbrachte Menschen aufzuklären und am Ende offensichtlich verloren hat.


    Aber fangen wir ganz von vorne an, nicht wahr? Mein Name ist Mihail Dumitrescu. Ich bin am 25.08.1987 geboren im schönen Land Rumänien, nahe der Stadt Sibu. Ich bin der Sohn meines Vaters Sorin Dumitru. Er ist ein guter alter strenger und gläubiger Mensch. Er hat viele Jahre in russischen Bergwerken gearbeitet und kam nur alle paar Monate nach Hause zu seiner Familie. Aber er hat regelmäßig verdientes Geld an meine Mutter gesendet. Uns ging weitestgehend gut, wenn auch in eher ärmlichen Verhältnissen. Meine Mutter, Valea Dumitru, Gott hab sie selig, ist vor zwei Jahren im Alter von 68 Jahren an Krebs verstorben. Jetzt lebt mein Vater in einem kleinen Apartment noch immer in Sibu mit seinen guten 71 Lebensjahren.


    Beide haben mir versucht ein möglichst gutes Kindheitsleben zu ermöglichen. Aber mehr noch als in all den Schuljahren haben Jungen wie ich auf der Strasse gelernt zu überleben. Nur weil etwas hinter dem Zaun oder der Tür eines anderen verschlossen lag, hieß dieses nicht, dass es auch unbedingt in dessen Besitzt verbleiben wollte. So haben hin und wieder Dinge gern auch unfreiwillig ihren Eigentümer gewechselt, wenn Sie verstehen, was ich meine. Niemand hatte viel Geld und irgendwomit haben wir als Kinder und junge Erwachsene versucht unsere übermäßige Freizeit kreativ zu gestalten, nicht wahr? So lernte ich mich durchzuschlagen und mich auch in widrigsten Umständen auf eine einzige Sache zu konzentrieren: Zu überleben, was hieß, wer mich einmal geschlagen hatte, sollte dies besser sehr gründlich getan haben. Unvorteilhafter Weise brachte diese Zielstrebigkeit auch einen Besuch mit sich, der sich auf eine beengte Räumlichkeit und spärlicher Innenraumausstattung beschränkte. Sie haben mir 2007 ganze 5 Jahre wegen schwerer Körperverletzung und Widerstand gegen die Staatsgewalt gegeben.


    Schlägerei in einer Diskothek: Ein Typ hat sich an meine damalige Freundin rangemacht. Wir waren alkoholisiert, ich kann Respektlosigkeit gegenüber eines anderen Mannes Frau nicht ausstehen. Ich bin getobt, habe nicht mehr aufgehört ihn ins Gesicht zu schlagen.


    Mein Aufenthalt brachte in mir im zarten Alter von 23 Jahren (2010) einen starken Drang nach Freiheit und Gerechtigkeit zum Keimen, weshalb ich mich daran gemacht habe meine Energien in konstruktivere Bereiche zu lenken.


    Wenn Du hinter Gittern sitzt und dort siehst wie Bullenschweine von Insassen geschmiert werden um weg zu sehen, dieselben Typen die in einer anderen Situation vielleicht auf Deine Tochter achten sollten, oder wenn Du mitbekommst wie selbst Politiker, die Du nur aus dem Fernsehen kennst im Knast auftauchen und mit bestimmten Insassen reden um Geschäfte abzuwickeln – Tage später erfährst Du aus den Nachrichten, dass einer der Konkurrenten dieses Politikers einen mysteriösen Unfall hatte – Dann weißt Du, dass es nur eine Seite gibt: Die Seite der Revolution, Kampf gegen die Unterjocher. Widerstand.


    Ich begann also noch im Gefängnis damit mich mit Journalismus zu beschäftigen. Als ich also mit 25 Jahren entlassen worden war (2012), wurde mir auch durch diesen Sozialangestellten geholfen einen Job zu finden. Es war selbstverständlich einer dieser fast überflüssigen Jobs für „Resozialisierte“, wenn Sie verstehen, was ich meine. Sie geben Dir wofür ein „ehrenwerter Bürger“ sich nicht die Hände dreckig macht. Dreckige Schmierblattkolumnen. Das hat dazu geführt, dass ich in meinem Land mehr und mehr Bewusstheit darüber erlangte, dass die vorgelebte Demokratie in Wahrheit ein Haufen Scheiße ist, wo der Arsch mit Euroscheinen abgewischt wird, um sauber zu werden.


    Geprägt durch meine Jugend und meinem Aufenthalt im Knast habe ich begonnen dieser Korruption in meinem Land immer wieder auf den Grund zu gehen. Nicht wenige haben auf Grund meiner Berichte, die mehr und mehr Aufmerksamkeit erweckt haben ihre Ämter niederlegen müssen oder verschwanden spurlos. Irgendwann habe ich den falschen Deckel vom Topf gehoben, wie es scheint. Seitdem wurde mein Leben von Tag zu Tag schwerer.


    Darunter waren Bürgermeister, die mit Staatgeldern verdammte Horden an Huren in die Rathäuser holten und sich nächtelang auf die Kosten der Bürger amüsierten. Steuergelder zum Fenster rausgeschmissen haben. Andere haben sich für Millionen schmieren lassen und Baugenehmigungen für dreckige Industrieanlagen vergeben, Grundstücke verkauft, die nicht ihr Eigentum waren. – Eine großspurige scheiß Ungerechtigkeit gegen uns kleine Bürger. Das Land ächzt unter der Armut, während diese Arschlöcher sich ein Luxusleben gönnen. Das ist nicht akzeptabel.


    Einer meiner letzten Verleger sagte zu mir: *** Du bist kein gutes Herz, Du bist auch kein netter Mensch, aber Du bist verdammt noch mal ein Typ, der seinen Teil von Abmachungen um jeden Preis einhält, und genau das katapultiert Dich in die Liga von Typen, die man gerne auf seiner Scheckliste hat, wenn es mal wieder um Aufträge geht an die sich keiner rantraut.


    Ein schöner Spruch, der vielleicht gut auf meinen Grabstein passt, denn am Ende steh ich hier nun auf der Flucht aus meiner Heimat, weil korrupte Politiker korrupte Polizisten damit beauftragt haben mir das Leben schwer zu machen und kein Anwalt sich daran traut mich zu verteidigen. Alles Feiglinge.


    Darüber hinaus schwöre ich darauf, dass selbst aus der Wirtschaft verdammte Lobbyisten, Mafiaschläger meine letzte Wohnung auseinander haben nehmen lassen. Da musste ich schon flüchten. Ich bin in einem Hostel untergekommen. Aber die Zeit tickt, es ist 2022, ich bin hier nicht mehr sicher und muss weg, ungesehen, unerkannt und von woanders weiter arbeiten… Außerhalb von Europa, Amerika vielleicht. Los Santos, vielleicht. Weit weg. Verdammt, was war das?


    Was will ich in Los Santos? Jeder weiß, dass auch in America ein korruptes Land ist und überall seine Finger im Spiel hat. Auch in meinem Land.



    Alibi Polizei:


    Mit dem Flugzeug nach New York, dann übergesetzt … Ich bin Journalist aus Rumänien. Vor zwei oder drei Jahren hatte ich einen Auftrag durch die Hermanstädter Zeitung Los Santos als Urlaubsgebiet für Rumänen schmackhaft zu machen. Bilder von den Stränden, sowie anderen Sehenswürdigkeiten und den lokalen Partymöglichkeiten plus dazugehörige Berichte sollte ich liefern. Damals habe ich mich in diese Stadt verguckt, wie man so sagt. Ich wollte unbedingt wieder hierherkommen, hier leben, weil es um so viel besser ist als im Getto Europas.


    Nicht falsch verstehen, ich liebe mein Land und die Landschaft wie auch die Menschen und Kultur. Aber die europäische Union verdirbt die armen Länder und lässt sie zu regelrechten Gettos verkommen. Hier ist es viel besser, viel mehr Leben und Freiheit. Wundervolles Leben.






    OOC:


    Zu mir. – Ich bin Micha, mittlerweile 48-mal um die Sonne gezogen. Ich stehe mit beiden Beinen im Leben und verdiene mein Geld als leitender Angestellter. RP ist für mich auch ein RP und dient meiner Entspannung und meinem Spaß. Ich teile mein Hobby mit meiner Frau (hiermit auch mal angezeigt, dass wir von der gleichen IP kommen werden (Meine Frau ist Rihmar im Forum). Ich komme aus Berlin, wohne mittlerweile außerhalb. Zocken ist Leidenschaft und als solche soll es weiterhin Spaß machen. Ich komme aus dem Pen & Paper Bereich und habe bereits in diversen vollkommen unterschiedlichen Bereichen RP betrieben.


    So long.

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