Die Handelskammer Informiert - FAQ - häufig gestellte Fragen

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    Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

    sehr geehrte Handelstreibende,


    die Handelskammer San Andreas informiert Sie hier über aktuelle Sachverhalte und gibt eine Erläuterung zu steuerlichen Sachverhalten.

    Im Falle von Unklarheiten stehen Ihnen unsere Mitarbeiter in der Handelskammer zur Verfügung.


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    Manuelle Steuer - HowTo

    Im Allgemeinen gilt der Grundsatz, dass Umsätze in voller Höhe versteuert werden müssen und der Handelstreibende, welcher Empfänger der Zahlung ist, den Betrag zu versteuern hat (Ausnahme manuelle Lohnsteuer bei fest angestellten Arbeitnehmern).

    Im Folgenden die Berechnung der Steuer nach dem Axiom, dass ein Bruttobetrag 100% entspricht, nicht 100% plus Steuer. Es wird von einem Steuersatz in Höhe von 8% ausgegangen.



    Brutto -> Netto

    Richtig:

    $1.000 / 100 * 8 = $80,00 --> Netto $920,00

    $1.295 / 100 * 8 = $103,60 --> Netto $1.191,40


    Falsch:

    $1.000 / 108 * 8 = $74,07 --> Netto $925,93

    oder

    $1.000 / 1,08 = $925,93



    Netto -> Brutto


    Richtig:

    $920 / 92 * 100 = Brutto $1.000,00

    $1.191,40 / 92 * 100 = Brutto $1.295,00


    Lohnsteuer - freie Mitarbeiter/angestellte Mitarbeiter/Geschäftsführer

    Lohnsteuer ist der Lohnbestandteil des Arbeitslohns (Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit), welcher in Form des Abzuges unmittelbar an die Handelskammer zu entrichten ist. Der allgemeine Steuersatz beläuft sich aktuell auf 8%, der erweiterte Steuersatz für Staatsbedienstete auf 15%. Lohnsteuer wird, sofern der Mitarbeiter automatisch Lohn über einen Handelsposten bezieht, auch automatisch versteuert. Der Lohn angestellter Mitarbeiter, die beispielsweise nach Stückzahl entlohnt werden, muss manuell versteuert werden. ! Lohnsteuer ist in jedem Fall vom Arbeitgeber abzuführen !


    Angestellte Mitarbeiter sind gemäß der jeweils aktuell geltenden Steuersätze lohnsteuerpflichtig. Geschäftsführer gelten als Mitarbeiter.

    Inhaber und Teilhaber sind nicht lohnsteuerpflichtig. Maßgeblich für die steuerliche Bewertung ist hier ein bei der Handelskammer hinterlegter Gesellschaftervertrag.


    VerträgeVerträge, die beispielsweise das Verhältnis von Unternehmern im Rahmen von Zusammenarbeit, Verpachtung oder Leistungserbringung regeln, können bei der Handelskammer hinterlegt werden. Gemäß §4 Abs.1 HGB sind abgeschlossene Verträge rechtskräftig.
    Gemäß §2Abs.3HGB sind Inhaber für Ihre Unternehmen verantwortlich. Eine Verpachtung stellt hier keine Ausnahme da es sei denn, der Inhaber hinterlegt bei der Handelskammer einen entsprechenden Pachtvertrag, der die Haftung auf den Pächter überträgt. Der Pachtvertrag muss vor Straferlass hinterlegt worden sein.
    Der Geldtransfer zwischen zusammenhängenden Firmen ist steuerfrei, sofern der Firmenverbund vertraglich geregelt und bei der Handelskammer registriert ist. Ein Firmenverbund kann durch die Hinterlegung eines entsprechenden Vertrages bei der Handelskammer registriert werden.



    Fahrzeughändler - Besteuerung/Dokumentation 1x1

    Gebrauchtfahrzeuge sind wie "herkömmlicher" Verkauf von hergestellten Waren und Güter aus einem der Handelsposten zu betrachten und in voller Höhe zu 4% zu versteuern.


    Neufahrzeuge unterteilen sich in verschiedene Preisbestandteile, welche unterschiedlich versteuert werden müssen.

    - Preisbestandteil 1 Motor - der Motor wird durch den Importhafen pauschalversteuert

    - Preisbestandteil 2 Material, Gewinn, sonstige Aufschläge - dieser Preisbestandteil ist vollstänig zum jeweiligen aktuellen Steuersatz (derzeit in Höhe von 4%) zu versteuern

    Beispiel Neufahrzeug mit Anzahlung

    Gesamtfahrzeugpreis: $25.000

    Motorpreis: $10.000

    Anzahlung: $15.000


    Richtig:

    $15.000 / 100 * 4 = $600 Steuerbetrag

    (Gesamtfahrzeugpreis - Motorpreis = zu versteuernder Umsatz)

    Falsch:

    (Betrachtung, dass nur der restliche Fahrzeugpreis (Differenz Gesamtfahrzeugpreis und Schlusszahlung)

    $10.000 / 100 * 4 = $400 Steuerbetrag


    Hinweis: Die meisten Autohäuser berechnen als Anzahlung den vom Kunden gewünschten maximalen Motorpreis. Sofern der Motor für einen geringeren Preis importiert wird, ist die Differenz dem zweiten Preisbestandteil zuzuordnen und somit voll zu versteuern.


    Der Verkauf eines Fahrzeugs an den Endkunden ist ausschließlich Autohäusern vorbehalten. Ausnahme: ein Gebrauchtwagenhandel darf in einem eigens für diese Dienstleistung angeschafften Büro betrieben werden.

    Der Verkauf eines Fahrzeugs durch eine Fahrzeugfertigung, bei der die anschließende Abwicklung durch ein Autohaus für einen Pauschalbetrag für die Überschreibung erfolgt, ist nicht gestattet. Das Fahrzeug muss zum vereinbarten Kaufpreis über das Autohaus verkauft werden.


    Fahrzeugvermietung

    Ein Autohaus darf Fahrzeuge, auch ohne die Notwendigkeit einer zusätzlichen Gewerbeanmeldung, vermieten und/oder verleihen.

    Eine Werkstatt sowie ein eigens für diese Dienstleistung angeschafftes Büro dürfen Fahrzeuge vermieten und/oder verleihen.


    Allgemeiner Hinweis zur Differenzierung des privaten oder gewerblichen Handels mit Fahrzeugen, keine Allgemeingültigkeit, muss im Einzelfall geprüft werden:

    Ein Fahrzeugverkauf gilt als Privatverkauf, sofern zuvor überwiegend privat genutzte Fahrzeuge in Abständen von mindestens 4 Woche veräußert werden. Transaktionen, bei denen in kürzeren Abständen Fahrzeuge veräußert werden, wird eine Gewinnerzielungsabsicht und somit der gewerbliche Handel unterstellt.




    Mit freundlichen Grüßen,

    Hannes Rohrbeck
    stellvertretender Wirtschaftsminister

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    „Ganz gleich, ob sie denken sie können etwas oder sie können es nicht, sie haben recht.“ - Henry Ford

    Dieser Beitrag wurde bereits 18 Mal editiert, zuletzt von Hannes Rohrbeck ()

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